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Gesundheitsbestimmungen und Empfehlungen für Thailand Reisen

Bei direkter Einreise nach Thailand aus Deutschland gibt es keine vorgeschriebenen Impfungen. Anders sieht es aus, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet (Informationen dazu siehe Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int/en/) einreisen wollen. Dann müssen Sie eine Impfung gegen Gelbfieber vorweisen können.

Aber auch, wenn weitergehende Impfungen nicht vorgeschrieben sind: Es ist dennoch empfehlenswert, die auch für Deutschland empfohlenen Standard-Impfungen (siehe Robert-Koch-Institut www.rki.de) vollständig auf einem aktuellen Stand zu haben. Zusätzlich dazu sind auch Impfungen gegen Hepatitis A und B, gegebenenfalls auch gegen Tollwut, Typhus sowie japanische Encephalitis ratsam. Auch Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio sind empfehlenswerte Impfungen, ggfs. auch Mumps, Masern, Röteln, Grippe und Pneumokokken.

Andere Krankheiten:

  • Dengue: Kommt gehäuft vor und wird von tagaktiven Stechmücken übertragen. Häufigere Infektionen gibt es daher in der Regenzeit (Mai bis Oktober) sowie unmittelbar danach, wenn die Stechmücken in höherer Zahl auftreten. Auch Stadtgebiete sind dabei häufig stark betroffen. Da es gegen Dengue leider keine Impfung gibt, kommt Mückenschutz (Kleidung, Insektenschutzmittel, etc.) eine höhere Bedeutung zu.
  • Malaria: Malaria trifft ganzjährig in Thailand auf, verstärkt in den Regenzeiten. Übertragen wird Sie von nachtaktiven Stechmücken, wobei das Infektionsrisiko regionsabhängig unterschiedlich ist.
    Als malariafrei gelten Großstädte und Touristikzentren wie Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Chaing Mai, Ko Samui, Hat Yai sowie die Stadtgebiete von Phuket, Krabi und Songkhla. Genauere Informationen siehe www.auswaertiges-amt.de  bei Länderinformationen Thailand;
    Natürlich können Sie sich aber auch vor Reisebeginn schon entsprechend vorbereiten. Bei Reisen in Risikogebiete ist etwa eine Chemoprophylaxe möglich (von Ärzten heute seltener empfohlen). Als ratsamer gilt allgemein die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten, natürlich stets in Rücksprache mit den Ärzten. Wie auch bei Dengue ist der beste Schutz ohnehin, sich vor Stechmücken zu schützen, welche die Krankheit übertragen. Empfohlen sind hierbei das Tragen von langer, heller und gegen Insekten imprägnierte Kleidung, das im Tagesverlauf wiederholte Auftragen von Mückenschutzmittel auf freie Körperstellen, imprägnierte Moskitonetze über dem Bett sowie generell der Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlage, etc.).

  • Durchfallerkrankungen (u.a. Cholera): Krankheiten dieser Art kommen sehr häufig vor. Ein Anstieg der Infektionszahlen ist während und kurz nach der Regenzeit zu verzeichnen. Vorbeugen kann man dem, indem man den Konsum von rohen Salaten sowie das Trinken von Leitungswasser vermeidet (besser abgepacktes Wasser aus Flaschen), Nahrungsmittel nach Möglichkeit immer kocht oder schält sowie möglichst häufig die Hände mit Seife wäscht und ggfs. desinfiziert.

  • Schweinegrippe + Saisonale Influenza: Infektionen sind hier während und kurz nach der Regenzeit häufiger. Eine Impfung mit dem Südhalbkugel-Impfstoff ist vor allem für die Regenzeit im April und Mai empfehlenswert.

  • Tollwut: Tollwut tritt vor allem in ländlichen Gebieten auf und wird durch den Speichel von Tieren übertragen. Insbesondere streunende Tiere in ländlichen Gebieten sind hiervon betroffen. Der Kontakt mit ihnen sollte also nach Möglichkeit vermieden werden. Eine Impfung vorab kann vorgenommen werden.

  • Japanische Encephalitis: Diese Erkrankung tritt saisonal auf, allerdings mit rückläufigen Zahlen. Japanische Encephalitis wird dabei durch nachtaktive Stechmücken übertragen, Zwischenwirte können auch Schweine oder Wasservögel sein. Bei schwerem Verlauf kann japanische Encephalitis bleibende Schäden hinterlassen oder sogar zum Tod führen. Da es auch keine wirksamen Medikamente nach Ausbruch der Krankheit gibt, ist eine vorbeugende Schutzimpfung vor Reiseantritt durchaus empfohlen!

  • Chikungunya-Fieber: Diese Erkrankung tritt seit 2008 vermehrt auf und weist sowohl bei Symptomen als auch der Übertragung und Vorbeugung Ähnlichkeiten mit Dengue auf. Eine Impfung gibt es nicht, einziger Schutz ist, Mückenstiche zu vermeiden.

  • Vogelgrippe: Sie tritt in Thailand immer wieder auf, in den letzten Jahren kam es jedoch zu keinen Infektionen von Menschen. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch direkten und engen Kontakt zu infiziertem Geflügel – wenn dieser vermieden wird, ist eine Infektion nahezu ausgeschlossen.

Ein weiterer, wichtiger Hinweis: Achten Sie stets darauf, wo Sie hintreten. Auch in den Stadtgebieten kann es immer, insbesondere während der Regenzeit, vorkommen, dass Sie auf Giftschlagen stoßen. Hier ist besondere Vorsicht geboten!

Medizinische Versorgung: insbesondere in Bangkok und anderen großen Städten gibt es ein hohes Niveau. Auf dem Land findet man jedoch nicht immer europäischen Standard vor, auch fehlende Sprachkenntnisse der Ärzte sorgen dort häufig für eine Erschwerung der medizinischen Versorgung.

Vor der  Reise sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Versicherung wegen der Gültigkeit der Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung halten.Ebenfalls grundsätzlich ratsam ist vor Reiseantritt die Rücksprache mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner, insbesondere für Reisende, welche an einem geschwächten Immunsystem leiden oder anderweitig in Behandlung sind.